Manuelle Lymphdrainage nach Földi – gezielte Behandlung bei Schwellungen und Lymphödemen
Was ist Manuelle Lymphdrainage?
Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine spezielle physiotherapeutische Behandlungstechnik, die insbesondere bei Schwellungen und Erkrankungen des Lymphsystems eingesetzt wird.
Unser Lymphsystem übernimmt wichtige Transportaufgaben im Körper. Ist der Lymphabfluss beeinträchtigt, kann sich Flüssigkeit im Gewebe ansammeln. Eine sicht- und tastbare Schwellung kann entstehen.
Bei der Manuellen Lymphdrainage werden spezielle, überwiegend sanfte und rhythmische Grifftechniken eingesetzt. Ziel ist es, den Lymphtransport zu unterstützen und den Abfluss von Gewebsflüssigkeit zu fördern.
Manuelle Lymphdrainage nach dem Földi-Konzept
Bei Physio Life Ötisheim führen wir die Manuelle Lymphdrainage nach dem Földi-Konzept durch.
Das Földi-Konzept betrachtet die Manuelle Lymphdrainage nicht als isolierte Behandlung, sondern als einen wichtigen Bestandteil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE).
Das Konzept basiert auf den Arbeiten von Prof. Dr. Michael Földi und Prof. Dr. Etelka Földi, die zu den prägenden Persönlichkeiten der modernen Lymphologie gehören.
Die therapeutische Vorgehensweise wird dabei individuell an die Art und Ausprägung des Ödems sowie an die persönliche Situation des Patienten angepasst.
Was ist die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE)?
Bei einem Lymphödem reicht die Manuelle Lymphdrainage allein häufig nicht aus. Deshalb ist sie Teil eines umfassenderen Behandlungskonzeptes – der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE).
Zu den wesentlichen Bestandteilen gehören:
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Manuelle Lymphdrainage
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Kompressionstherapie
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Bewegungs- und Entstauungstherapie
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Hautpflege
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Aufklärung und Selbstmanagement
Die einzelnen Maßnahmen ergänzen sich gegenseitig und werden abhängig vom individuellen Befund eingesetzt.
Wie funktioniert Manuelle Lymphdrainage?
Die Manuelle Lymphdrainage unterscheidet sich deutlich von einer klassischen Massage.
Mit speziellen rhythmischen und an die Anatomie des Lymphsystems angepassten Grifftechniken wird auf Haut und Unterhaut eingewirkt.
Die Behandlung orientiert sich dabei nicht ausschließlich an der sichtbar geschwollenen Stelle. Entscheidend sind unter anderem die anatomischen Lymphabflusswege und der individuelle Befund.
Je nach Situation können auch alternative Abflusswege genutzt und in die Behandlung einbezogen werden.
Bei welchen Beschwerden wird Manuelle Lymphdrainage eingesetzt?
Eine Manuelle Lymphdrainage kann bei unterschiedlichen Erkrankungen und Schwellungszuständen ärztlich verordnet werden.
Typische Einsatzgebiete sind beispielsweise:
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primäre Lymphödeme
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sekundäre Lymphödeme
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Schwellungen nach Operationen
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Schwellungen nach Verletzungen
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Lymphödeme nach Entfernung oder Schädigung von Lymphknoten
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Lymphödeme nach onkologischen Behandlungen
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ausgeprägte Schwellungen an Armen oder Beinen
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weitere Erkrankungen, bei denen der Lymphabfluss beeinträchtigt ist
Welche Behandlung im individuellen Fall medizinisch sinnvoll ist, hängt von der zugrunde liegenden Erkrankung und dem persönlichen Befund ab.
Primäres und sekundäres Lymphödem – was ist der Unterschied?
Grundsätzlich wird zwischen primären und sekundären Lymphödemen unterschieden.
Primäres Lymphödem
Bei einem primären Lymphödem liegt eine angeborene beziehungsweise entwicklungsbedingte Störung des Lymphgefäßsystems zugrunde.
Die Beschwerden können bereits früh auftreten, sich aber auch erst später bemerkbar machen.
Sekundäres Lymphödem
Ein sekundäres Lymphödem entsteht durch eine Schädigung eines zuvor funktionierenden Lymphsystems.
Dies kann beispielsweise nach Operationen, Verletzungen oder im Zusammenhang mit einer Tumorbehandlung und der Entfernung beziehungsweise Schädigung von Lymphknoten auftreten.
Warum ist Kompression bei einem Lymphödem wichtig?
Bei der Behandlung eines Lymphödems spielt neben der Manuellen Lymphdrainage häufig auch die Kompressionstherapie eine entscheidende Rolle.
Während der Manuellen Lymphdrainage wird der Abtransport von Flüssigkeit aus dem Gewebe unterstützt. Die anschließende Kompression kann dazu beitragen, den erreichten Entstauungseffekt zu erhalten und einer erneuten Flüssigkeitsansammlung entgegenzuwirken.
Je nach Behandlungsphase und Befund können hierfür spezielle Kompressionsverbände oder eine geeignete Kompressionsversorgung zum Einsatz kommen.
Bewegung gehört zur Lymphtherapie
Auch Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie.
Die Aktivität der Muskulatur unterstützt die Transportmechanismen des Körpers. Besonders in Verbindung mit einer geeigneten Kompressionsversorgung kann gezielte Bewegung die Entstauung unterstützen.
Deshalb können wir unseren Patienten – abhängig vom individuellen Befund – geeignete Bewegungs- und Eigenübungen zeigen.
Wie läuft die Behandlung bei Physio Life ab?
Zu Beginn betrachten wir die ärztliche Diagnose und führen eine physiotherapeutische Befunderhebung durch.
Je nach Situation achten wir unter anderem auf:
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Lokalisation der Schwellung
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Ausprägung des Ödems
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Haut- und Gewebebeschaffenheit
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Unterschiede zwischen den betroffenen Körperregionen
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vorhandene Kompressionsversorgung
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bisherige Behandlungen
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individuelle Beschwerden und Einschränkungen
Anschließend wird die Behandlung an den jeweiligen Befund angepasst.
Wie lange dauert eine Manuelle Lymphdrainage?
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der ärztlichen Verordnung und dem Umfang der zu behandelnden Körperregion.
Je nach Verordnung und medizinischer Notwendigkeit können unterschiedliche Behandlungszeiten vorgesehen sein.
Entscheidend ist nicht nur die Dauer einer einzelnen Behandlung, sondern ein auf das jeweilige Krankheitsbild abgestimmtes Gesamtkonzept.
Häufige Fragen zur Manuellen Lymphdrainage
Ist Manuelle Lymphdrainage eine Massage?
Nein. Obwohl die Behandlung ausschließlich beziehungsweise überwiegend mit den Händen durchgeführt wird, unterscheidet sich die Manuelle Lymphdrainage deutlich von einer klassischen Massage.
Es werden spezielle Grifftechniken entsprechend dem Lymphsystem und dem jeweiligen Befund eingesetzt.
Brauche ich für Manuelle Lymphdrainage ein Rezept?
Manuelle Lymphdrainage ist ein physiotherapeutisches Heilmittel und kann bei entsprechender medizinischer Indikation vom Arzt verordnet werden.
Muss nach der Lymphdrainage immer bandagiert werden?
Das hängt von der Erkrankung, dem Stadium des Ödems, der Behandlungsphase und der vorhandenen Kompressionsversorgung ab. Bei der Behandlung von Lymphödemen ist die Kompression jedoch ein wesentlicher Bestandteil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie.
Kann ich selbst etwas gegen die Schwellung tun?
Bei chronischen Lymphödemen spielt das Selbstmanagement eine wichtige Rolle. Dazu können – abhängig vom individuellen Befund – Bewegung, Hautpflege, der richtige Umgang mit der Kompressionsversorgung und weitere erlernte Maßnahmen gehören.
Wird Manuelle Lymphdrainage nur an den Beinen durchgeführt?
Nein. Lymphödeme und andere behandlungsbedürftige Schwellungen können an unterschiedlichen Körperregionen auftreten. Dazu gehören beispielsweise Arme, Beine und der Körperstamm.
Manuelle Lymphdrainage nach Földi bei Physio Life Ötisheim
Bei Physio Life Ötisheim behandeln speziell fortgebildete Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten Patienten mit Manueller Lymphdrainage nach dem Földi-Konzept.
Dabei steht nicht nur die einzelne Behandlung im Vordergrund. Wir betrachten die Manuelle Lymphdrainage als Teil eines individuellen therapeutischen Gesamtkonzeptes und beziehen – wenn erforderlich und entsprechend der Verordnung – weitere Bestandteile der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie mit ein.
Unsere Physiotherapiepraxis befindet sich in Ötisheim und ist auch für Patienten aus Mühlacker und Umgebung gut erreichbar.
Sie haben eine ärztliche Verordnung für Manuelle Lymphdrainage (MLD)?
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Physio Life Ötisheim – Manuelle Lymphdrainage nach Földi und Physiotherapie für Ötisheim, Mühlacker und Umgebung.
